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Warum gerade in Dresden?

In Dresden finden jährlich zum 13. Februar die größten Neonaziaufmärsche Europas statt. Während es anderen Städten wie Leipzig, Jena, Wunsiedel oder Halbe parteiübergreifend gelungen ist, sich sowohl durch zivilen Widerstand und Engagement als auch durch rechtliche Schritte zu wehren, gelingt dies in Dresden bislang nicht.

Dresden und seine Umgebung sind eine Hauptregion des Rechtsextremismus in Deutschland: In Dresden bildete sich das erste parteiübergreifende Bündnis der rechtsextremen Lager (das Nationale Bündnis aus NPD, DVU und Reps) in Dresden sitzt die NPD im Landtag. Die Umgebung mit der Sächsischen Schweiz und Riesa sind deutschlandweit bekannt als Gebiete mit hohem rechtsextremem Potential. Das ist nicht nur ein Marketing-Problem. Es ist ein reelles Problem. Menschen werden überfallen, angegriffen, Läden ausgebrannt. Es grassiert ein erheblicher Alltagsrassismus. Die 2005 im Auftrag des Sächsischen Staatsministeriums für Soziales durchgeführte Jugendstudie kommt zu dem Ergebnis: 45 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass kein weiterer Zuzug von Ausländern nach Sachsen erfolgen sollte.